Spargel

Fast jeder weiß, dass Spargel (u.a. durch die Menge an Kalium) harntreibend wirkt. Aber es gibt noch mehr Wissenswertes über diese schmackhafte und gesunde Gemüsesorte. Nutzen Sie die Spargelsaison zu Ihrem Vorteil.

Rineke Dijkinga: Thema Spargel

Spargel ist, gefolgt von Avocado, die beste Glutathionquelle. Glutathion ist einer der wichtigsten Stoffe, die die Leber herstellen muss um Abfallstoffe über Leber, Galle, Darm und Nieren auszuscheiden und um freie Radikale unschädlich zu machen. Wenn der Körper diese Abfallstoffe nicht ausscheiden kann, werden die Stoffe im Körper (im Fett- oder Bindegewebe) eingelagert. 

Indem man Spargel mit Ei, Avocado oder Wildlachs kombiniert, wird die Leber bei ihren entgiftenden Aufgaben unterstützt. Obendrein sind diese Kombinationen überaus köstlich.

Außerdem enthält Spargel viele Salvestrole. Stoffe, die uns gegen Krankheiten schützen können. Die Salvestrole landen bei der Zubereitung zum größten Teil im Kochwasser. Gießen Sie das Kochwasser deshalb nicht ab, sondern verwenden Sie es zum Beispiel für eine Brühe. Als Nahrungsergänzungsmittel finden Sie Salvestrol Standard bei der Firma Greenleaves.

Spargel weist auch viel MSM, schwefelhaltige Aminosäuren (deshalb riecht der Urin kurze Zeit nach dem Verzehr von Spargel auch so stark), viele Ballaststoffe wie Inulin, Vitamin C und B Vitamine auf. Essentielle Stoffe für die Leberentgiftung. Deshalb wäre es auch schade eine Fertigsauce über dieses schmackhafte und heilsame Gemüse zu gießen.

Wenn Sie gerade eine Frühjahrsreinigungskur machen, können Sie etwa 100 Gramm Spargel in einem halben Liter Wasser kochen und diese Brühe über den Tag verteilt in kleinen Schlückchen trinken.

Spargel ist kalorienarm und hat eine geringe glykämische Last. Wunderbar für Menschen die abnehmen möchten oder Blutzuckerspiegelprobleme haben. Traditionell wird Spargel jedoch gern mit reichlich Kartoffeln gegessen. Kartoffeln haben eine relativ hohe glykämische Last. Essen Sie deshalb viele Spargel mit nur wenig Kartoffeln. Oder bereiten Sie einen kalten Kartoffelsalat mit Spargel zu. Kalte Kartoffeln lassen den Blutzuckerspiegel viel weniger schwanken. Ein Rezeptbeispiel finden Sie auf Seite 51 im Buch "EHRLICH, HERRLICH, KÖSTLICH. Wissen für Wohlbefinden und Gesundheit“. Untersuchungen haben ergeben, dass Spargel den Zuckerstoffwechsel drastisch verbessern kann. In einer Untersuchung wurde die Wirkung eines regulären Antidiabetikum mit der Wirkung von Spargelextrakt verglichen. Letzterer schien die Insulinwirkung zu verbessern und das Antioxidansniveau zu erhöhen. Die Aminosäure Asparagin in Spargel ist Namensgeber für dieses Gemüse und bei der Umwandlung von Glykogen in Glukose beteiligt.

Spargel ist ein sogenanntes Präbiotikum: Das Inulin in Spargel fördert das Wachstum der guten Darmbakterien. Zwiebeln, Knoblauch und Schnittlauch enthalten ebenfalls diesen präbiotischen Stoff. Eine Mahlzeit mit einer Kombination aus Spargel, Zwiebeln und Knoblauch ist daher auch sehr gesund. Ein Stückchen Butter dazu rundet das Geschmackserlebnis ab und erhöht den Gesundheitswert. Butter enthält nämlich Buttersäure, eine wichtige Energiequelle für die Darmbakterien. Sie fördert das Wachstum und die Anhaftung der guten Darmbakterien.

Indem man Spargel dünstet, bleiben mehr gesunde Stoffe erhalten als beim Kochen.

Bewahren Sie Spargel in einem feuchten Geschirrtuch statt in einer Plastiktüte im Kühlschrank auf bis Sie den Spargel verwenden.

Für Menschen wie mich, die der Meinung sind, dass die Spargelsaison zu kurz ist, gibt es eine schöne Lösung: Bauen Sie grünen Spargel selber an, falls Sie ein Fleckchen im Garten übrig haben. Sie sind pflegeleicht. Man braucht jedoch ein wenig Geduld: Erst nach 3 Jahren liefern die jungen Pflanzen eine ordentliche Ernte ab. Grüner Spargel hat einen weiteren Vorteil: Er enthält Chlorophyll. Auch eine gute Unterstützung bei der Ausscheidung von Abfallstoffen.

Wie gesund Spargel auch ist: Menschen mit Gicht sollten Spargel besser nur in Maßen essen, da sie Purine enthalten. 

Fasziniert von Spargel? Bereiten Sie auch mal einen herrlichen, grünen Salat mit Spinat, Rucola oder Kopfsalat, lauwarmem Spargel und einem weichgekochten Ei oder Avocado zu. Das Dressing machen Sie mit Olivenöl, weißem Balsamico-Essig, pürierter Mango und etwas Senf. Garnieren Sie den Salat mit Brokkolisprossen. Herrlich und gesund.