Was hat Cholesterin mit den Monaten Dezember und Januar zu tun? 

Im Feiermonat Dezember wird häufig zu viel gegessen und im Januar realisiert man, dass eine Diät fällig ist, z.B. weil die Cholesterinwerte erhöht sind. Erhöhte Cholesterinwerte sind ein medizinisches Dilemma. Oft werden Cholesterinsenker verschrieben und Fett und Eier aus der Ernährung gestrichen. So Schwarz-Weiß kann das Thema Cholesterin jedoch nicht betrachtet werden. Cholesterin ist nämlich an sich nicht schlecht. Mehrere Untersuchungen haben ergeben, dass weder Cholesterin, noch gesättigte Fettsäuren die Übeltäter von Herz- und Gefäßkrankheiten sind. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass ein zu niedriger Cholesterinwert sogar unerwünscht ist.

Als Baustein hat Cholesterin viele Aufgaben, die mit unserer Gesundheit in Verbindung stehen:

  • Cholesterin wird für die Produktion einiger Hormone benötigt: Östrogen, Progesteron, Testosteron, Cortisol, Aldosteron usw.
  • Cholesterin wird benötigt um Gallensäure und Vitamin D herzustellen.
  • Cholesterin ist absolut wichtig um fettlösliche Vitamine aufzunehmen (A, D, E, K).
  • Cholesterin ist eine wesentliche Komponente der Zellmembranen. Für die Gesundheit sind gesunde Zellmembrane von primärer Bedeutung.
  • Das Gehirn besteht zu einem Großteil aus Cholesterin. Im Gehirn ist Cholesterin unabdingbar für die Reizübertragung, sprich für eine schnelle und gute Kommunikation zwischen den Gehirnzellen.
  • Cholesterin ist auch in der Schwangerschaft sehr wichtig, damit der Embryo sich gut entwickelt.
  • Der wichtigste Stoff in Myelin ist Cholesterin. Myelin gilt als Beschützer der Nervenzellen. 
  • Cholesterin ist der wichtigste Antioxidans/Schutzstoff und neutralisiert Bakterien, Viren und Toxine. Ohne den Stoff Cholesterin würden wir nur geringfügig vor Entzündungen geschützt sein.

Eh Sie Medikamente zu sich nehmen, die wie in der Verpackungsbeilage beschrieben, einige Nebenwirkungen haben können, kann man überlegen ob eine Veränderung in der Ernährung oder Lebensweise in Betracht kommt. Vielleicht brauchen Sie dadurch auf längere Sicht weniger Medikamente. Erhöhtes Cholesterin ist keine Krankheit, sondern ein Zeichen dafür, dass etwas aus dem Gleichgewicht geraten ist. Cholesterin ist an sich kein Problem, oxidiertes Cholesterin jedoch schon. Ob Cholesterin oxidiert oder nicht oxidiert hat viel mit der Ernährung und der Lebensweise zu tun. 

Ernährung/Lebensweise, die Oxidation begünstigt:

  • Zu viel Omega-6 (Siehe Tabelle im Buch)
  • Stress
  • Rauchen
  • Starke Blutzuckerspiegelschwankungen durch zu viel Weizen (in Brot, Nudeln, Kuchen), Kartoffeln, Reis, Zucker, Erfrischungsgetränken, Fruchtsäften usw.
  • Oxidiertes Cholesterin (in industriell hergestellten Produkten wie Milchpulver, Kaffeeweißer usw.)
  • Oxidierte Fettsäuren. Die gesunde Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren sind empfindlich. Sie oxidieren leicht, wenn Sie mit Sauerstoff, Hitze oder Licht in Berührung kommen. Berüchtigte Beispiele wobei Fett oxidiert, sind das Frittieren von Fisch oder das Braten in Sonnenblumenöl bei hohen Temperaturen.
  • Zu wenig Obst, Gemüse und Kräuter in der Ernährung, so dass zu wenig Antioxidantien zur Verfügung stehen um Cholesterin vor Oxidation zu schützen. Ausreichend Vitamin B (vor allem B3, B12 und B6), Cholin und Inosit, Vitamin C, Vitamin E, Mineralstoffe und Spurenelemente (u.a. Selen). Kräuter, Knoblauch und Olivenöl sind sehr gut in der Lage, der Oxidation von Cholesterin entgegen zu wirken.

Zum Glück kann man herrlich essen und die Feiertage vollauf genießen mit einfachen Änderungen in der Ernährung und Lebensweise. Es gibt nämlich viele schmackhafte Nahrungsmittel, die dabei helfen die Cholesterinwerte im Normalbereich zu halten.

  • Lesen Sie die Zutatenliste auf den Lebensmittelverpackungen und lassen Sie Produkte mit Transfettsäuren, Ei- und Milchpulver stehen.  Sie können herrliche Snacks schnell selbst zubereiten und so problemlos ungesunde Stoffe vermeiden. 
  • Kaufen Sie auch keine Lebensmittel mit Glukose-Fruktose-Sirup (HFCS), da diese die Blutfettwerte ebenfalls erhöhen.  Es ist ein Leichtes kurzerhand schmackhafte Kuchen, Torten oder Desserts selbst zuzubereiten.
  • Nehmen Sie ein wenig Cholesterin zu sich, indem Sie z.B. einige Male pro Woche ein Bio-Ei verzehren. Wenn in der Ernährung zu wenig Cholesterin enthalten ist, produziert die Leber einfach mehr davon. Damit erzielt man genau den umgekehrten Effekt.
  • Den Cholesterinspiegel kann man am besten über den Darm und die Leber beeinflussen. Viele Menschen wissen nicht, dass der Körper 4 Mal so viel Cholesterin herstellt, wie man über die Ernährung zu sich nimmt. Anders gesagt: Der Cholesterinspiegel ist nur schwer über die Ernährung zu beeinflussen. Was man machen kann, ist das Cholesterin nicht oxidieren zu lassen und überflüssiges Cholesterin mit Hilfe von Ballaststoffen zu binden. Vor allem Kokosmehl und Haferkleie sind hierfür außerordentlich geeignet. Wenn Sie eine leckere Torte backen möchten, geben Sie z.B. Kokosmehl hinein. 

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